Jasvel

Jass geben: Sitzordnung und Ablauf

Vier Personen bilden zwei feste Teams: Die Partner sitzen gegenüber, der Geber wechselt nach jeder Runde und Vorhand sitzt rechts vom Geber.

· Merey Tleugazin

Wie sitzen die vier Personen beim Jass?

Beim Jass sitzen vier Personen am Tisch und bilden zwei feste Teams. Die Partner sitzen sich gegenüber. Diese Sitzordnung bestimmt, wer zusammen punktet und wer zur Gegenpartei gehört.

Die beiden Partner eines Teams behalten ihre gegenüberliegenden Plätze während der ganzen Partie. Die Person links oder rechts von dir gehört deshalb zur Gegenpartei. Dein Partner sitzt dir gegenüber und spielt in der Reihenfolge nicht unmittelbar nach dir.

Vor dem ersten Geben muss klar sein, welche beiden Personen ein Team bilden. Für den Ablauf zählt danach nur die feste Anordnung am Tisch. Wie die Teams zustande gekommen sind, ändert nichts an Geber, Vorhand oder Spielrichtung.

Eine einfache Skizze genügt:

  • Vier Plätze stehen sich paarweise gegenüber.
  • Die beiden gegenüber sitzenden Personen bilden jeweils ein Team.
  • Der Geber sitzt auf einem dieser vier Plätze.
  • Die Person rechts vom Geber ist Vorhand.

Die Partnerschaft bleibt bestehen, wenn der Geber wechselt. Nur die Aufgabe des Austeilens wandert zum nächsten Platz in Spielrichtung. Der neue Geber hat deshalb einen anderen Partner gegenüber, aber die beiden Teams sitzen weiterhin auf denselben gegenüberliegenden Platzpaaren.

Ein Beispiel macht die Anordnung deutlich. Sitzt Anna dem Partner Bruno gegenüber und sitzen Carla und Daniel auf den beiden anderen Plätzen, bilden Anna und Bruno ein Team. Carla und Daniel gehören zur Gegenpartei. Gibt Anna die Runde, ist die Person rechts von Anna Vorhand. Gibt danach die nächste Person, liegt Vorhand rechts von dieser neuen Geberperson.

Die Sitzordnung ist besonders für das Partnerspiel beim Jass entscheidend. Dein Partner sitzt dir gegenüber und kann deinen Stich nicht unmittelbar mit der nächsten Karte unterstützen. Die Reihenfolge läuft rund um den Tisch, und jede Karte wird nach der geltenden Spielart ausgespielt.

Die Zeichnung auf dieser Seite zeigt keine Rangfolge der Plätze. Kein Platz ist grundsätzlich besser oder schlechter. Der entscheidende Unterschied entsteht dadurch, wer in einer bestimmten Runde gibt und wer rechts vom Geber sitzt.

Vor dem Austeilen lohnt sich eine kurze Kontrolle. Sitzen die Partner gegenüber? Ist der Geber bestimmt? Ist Vorhand erkannt? Sind diese Punkte geklärt, beginnt das Geben ohne weitere Diskussion. Wer die Regel zum Schieber kennt, weiss ausserdem, dass Vorhand die Wahl genau einmal an den Partner weitergeben kann.

36 KARTEN 9 pro Person Du Vorderhand Geber gibt zu dritt Partner Gegner so läuft das Spiel
Die Partner sitzen einander gegenüber. Gegeben wird zu dritt, gespielt wird im Gegenuhrzeigersinn — deshalb bestimmt der Vorderhand, also die Person rechts vom Geber, den Trumpf und spielt zugleich den ersten Stich an. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.

Wer gibt die Karten und wie werden sie verteilt?

Der Geber teilt den Kartensatz zu drei Karten aus. Jede der vier Personen erhält insgesamt neun Karten. Der Kartensatz umfasst 36 Karten, sodass nach dem Austeilen alle Karten verteilt sind.

Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn. Der Geber bewegt sich beim Austeilen deshalb in derselben Richtung um den Tisch, in der danach die Stiche gespielt werden. Die Karten gelangen zu drei Karten pro Austeilung in die Hände der vier Personen, bis jede Hand neun Karten enthält.

Die Einteilung zu drei Karten beschreibt die Menge pro Austeilung. Jede Person erhält insgesamt neun Karten. Eine Hand ist erst vollständig, wenn alle neun Karten vor der jeweiligen Person liegen. Erst danach wird die Spielwahl von Vorhand getroffen.

Ein Beispiel zeigt den Ablauf. Der Geber legt zunächst drei Karten vor jede Person. Danach folgt eine weitere Austeilung zu drei Karten, und zum Schluss erhält jede Person nochmals drei Karten. So liegen bei jeder Person neun Karten, und der Kartensatz mit 36 Karten ist vollständig verteilt.

Nach jeder Runde wechselt der Geber. Die neue Geberrolle wandert zum nächsten Platz in Spielrichtung. Die Partnerschaften verändern sich dabei nicht. Auch die vier Plätze bleiben unverändert. Nur die Zuständigkeit für das Austeilen und die Lage von Vorhand verschieben sich.

Die Person rechts vom Geber ist nach dem Austeilen Vorhand. Vorhand wird nicht dadurch bestimmt, wer eine Karte zuerst erhält. Massgebend ist die Sitzposition rechts vom Geber. Der Geber selbst wählt das Spiel nicht automatisch.

Ein geordneter Ablauf am Tisch sieht so aus:

  • Der Kartensatz wird zusammengelegt und gemischt.
  • Der Geber teilt zu drei Karten aus.
  • Jede Person erhält insgesamt neun Karten.
  • Die Person rechts vom Geber wird als Vorhand erkannt.
  • Vorhand wählt das Spiel oder schiebt die Wahl genau einmal.

Beim Schieben geht die Entscheidung höchstens einmal an den Partner von Vorhand. Der Partner muss wählen und darf die Wahl nicht zurückschieben. Die Kartenverteilung bleibt davon unberührt. Vorhand bleibt Vorhand und eröffnet nach der Wahl den ersten Stich.

Wer die Karten in einer anderen Einteilung verteilt, erzeugt eine falsche Hand. Dann muss die Runde geordnet werden, bevor eine Ansage erfolgt. Entscheidend sind die drei Karten pro Austeilung, neun Karten pro Person und die Spielrichtung gegen den Uhrzeigersinn.

Warum sitzt Vorhand rechts vom Geber?

Vorhand sitzt beim Jass rechts vom Geber, weil gegen den Uhrzeigersinn gespielt wird. Vorhand wählt das Spiel und spielt die erste Karte zum ersten Stich aus. Die Person links vom Geber ist deshalb nicht Vorhand.

Sobald der Geber feststeht, ist Vorhand ohne weitere Auswahl bestimmt. Die Person rechts vom Geber trägt die Verantwortung für die Ansage und eröffnet danach den ersten Stich. Nach dem Wechsel des Gebers wechselt Vorhand ebenfalls zum nächsten Platz in Spielrichtung.

Die Spielrichtung erklärt die Sitzposition. Der Ablauf wandert vom Geber aus gesehen nach rechts weiter. Vorhand steht am Anfang dieser Reihenfolge und spielt deshalb aus. Danach kommen die übrigen drei Personen an die Reihe. Wer den Stich macht, spielt den nächsten Stich aus, sofern die geltende Tischregel nichts anderes vorsieht.

Die Ansage gehört ebenfalls zu Vorhand. In einem Trumpfspiel sagt Vorhand den Trumpf an. Bei Obenabe oder Undenufe wird keine Trumpffarbe gewählt. Vorhand bestimmt trotzdem die Spielart und eröffnet danach mit der ersten Karte.

Ein Beispiel: Gibt Anna, sitzt Bruno rechts von Anna. Bruno ist Vorhand, sagt das Spiel an und spielt die erste Karte aus. Carla und Daniel folgen in der Reihenfolge gegen den Uhrzeigersinn. Macht Daniel den Stich, spielt Daniel den nächsten Stich aus.

Vorhand darf die Wahl genau einmal zum Partner schieben. Das ist die Regel zum Schieben, nicht ein freies Weiterreichen an beliebige Personen. Der Partner muss die Wahl übernehmen und darf sie nicht zurückschieben. Nach dieser Entscheidung bleibt Vorhand die Person, die den ersten Stich eröffnet.

Eine häufige Verwechslung entsteht, wenn jemand vom Geber aus nach links zählt. Diese Richtung passt nicht zur Spielrichtung. Wer vom Geber aus nach rechts schaut, findet Vorhand unmittelbar neben sich. Wer links vom Geber sitzt, wartet auf die Ansage und spielt erst später aus.

Die Abbildung zeigt die Zuordnung am Tisch. Der Pfeil der Spielrichtung beginnt rechts vom Geber und läuft gegen den Uhrzeigersinn weiter. Die Grafik ersetzt keine Ansage, macht aber sichtbar, weshalb Vorhand rechts und nicht links sitzt.

Bei einer Streitfrage reichen drei Feststellungen: Wer gibt? Wer sitzt rechts von dieser Person? Wer sitzt dieser Person gegenüber? Die Person rechts vom Geber ist Vorhand. Die gegenüber sitzende Person ist der Partner. Wurde geschoben, entscheidet der Partner, aber nur einmal und ohne Rückgabe an Vorhand.

Deutschschweizer
Französische
Ein Spiel, zwei Kartensätze. Das sind dieselben drei Karten unter anderen Zeichen: aus dem Under wird der Bube, aus dem Ober die Dame, aus den Eicheln das Kreuz. Am Schreiben ändert das nichts. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.

Was passiert nach dem Austeilen bis zum ersten Stich?

Nach dem Austeilen hält jede der vier Personen neun Karten. Vorhand bestimmt das Spiel und eröffnet danach den ersten Stich. Der Ablauf beginnt also bei der Person rechts vom Geber und nicht beim Geber selbst.

Vorhand kann die Wahl selbst treffen oder sie genau einmal zum Partner schieben. Beim Schieben wird die Verantwortung für die Spielwahl weitergegeben, nicht die Sitzposition. Vorhand bleibt Vorhand und spielt weiterhin die erste Karte aus. Der Partner muss wählen und kann die Wahl nicht an Vorhand zurückgeben.

Ist ein Trumpfspiel gewählt, steht die Trumpffarbe vor dem Ausspiel fest. Bei Obenabe oder Undenufe gibt es keinen Trumpf. Diese beiden Spielarten haben auch keinen Stöck. In einem Trumpfspiel kann Stöck vorkommen, wenn König und Ober der Trumpffarbe in derselben Hand liegen.

Ein vollständiger Beginn sieht so aus:

  • Die vier Hände enthalten je neun Karten.
  • Vorhand nennt die Spielart oder schiebt die Wahl genau einmal.
  • Der Partner von Vorhand entscheidet, wenn die Wahl geschoben wurde.
  • Die übrigen Personen akzeptieren die getroffene Spielwahl.
  • Vorhand spielt die erste Karte zum ersten Stich aus.

Die drei anderen Personen spielen danach der Reihe nach gegen den Uhrzeigersinn zu. Der erste Stich entscheidet, wer den nächsten Stich ausspielt. So geht der Ausspiel weiter: Wer den Stich macht, eröffnet den nächsten Stich.

Die Runde umfasst neun Stiche. Der Kartensatz enthält 36 Karten, und jede Person hält neun Karten. Nach dem neunten Stich ist die Runde beendet. Die Punkte werden danach nach der geltenden Wertung erfasst.

Wer Stöck melden kann, muss auf den richtigen Zeitpunkt achten. Stöck zählt 20 Punkte und wird angesagt, während die zweite der beiden Karten gespielt wird. Die Ansage gehört also zur zweiten Karte, nicht zur ersten. Wird die zweite Karte bereits vom nächsten Spieler gedeckt, bevor die Ansage kommt, gehen die 20 Punkte verloren. Der Partner darf nicht daran erinnern.

Ein Beispiel: Eine Person hält König und Ober der Trumpffarbe. Beim Ausspielen der ersten Karte sagt sie noch nichts. Während sie die zweite Karte spielt, muss sie Stöck ansagen. Deckt der nächste Spieler die Karte bereits, bevor die Ansage erfolgt, zählen die 20 Punkte nicht.

Beim Lernen hilft es, die Sitzordnung zuerst sauber festzulegen und danach die Einzelheiten von Stöck und Weis zu prüfen. Die Sonderregel ändert weder Spielrichtung noch Vorhand. Die Person mit König und Ober muss selbst handeln, und der Partner darf nicht helfen.

Eine Runde startet korrekt, wenn alle Hände vollständig sind, Vorhand feststeht, die Ansage geklärt ist und die erste Karte von Vorhand kommt. Der Geber eröffnet nicht automatisch, auch wenn der Geber die Karten verteilt hat.

152 Kartenpunkte + 5 letzter Stich = 157 eine ganze Runde + 100 = 257 mit Match Dasselbe Total in jeder Trumpfart — bei Trumpf, Obenabe und Undenufe gleich.
In jeder Runde stecken genau 152 Kartenpunkte. Der letzte Stich gibt 5 dazu, eine vollständige Runde ergibt also 157; wer alle neun Stiche nimmt, schreibt 100 mehr und damit 257. Ergeben beide Spalten zusammen nicht 157, wurde falsch gezählt. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.

Wie bleibt die Sitzordnung über mehrere Runden korrekt?

Nach jeder Runde wechselt der Geber zum nächsten Platz. Die beiden Teams bleiben unverändert, und die Partner sitzen weiterhin gegenüber. Weil Vorhand immer rechts vom Geber sitzt, verschiebt sich Vorhand mit dem neuen Geber.

Ein fester Tischablauf verhindert Fehler. Nach dem neunten Stich werden die Karten zusammengelegt, der neue Geber bestimmt und die neue Vorhand erkannt. Danach wird wieder zu drei Karten ausgeteilt, bis jede der vier Personen neun Karten besitzt. Die Spielrichtung bleibt gegen den Uhrzeigersinn.

Ein Beispiel für den Wechsel: Gibt in einer Runde Anna, ist die Person rechts von Anna Vorhand. Nach dem Ende der Runde wandert der Geber zum nächsten Platz. Jetzt ist die Person rechts von diesem neuen Geber Vorhand. Anna bleibt an ihrem Platz, und die Partnerpaare bleiben gegenüber.

Die Punkte einer Runde ändern an der Sitzordnung nichts. Im Kartensatz liegen 152 Kartenpunkte. Für den letzten Stich kommen 5 Punkte hinzu. Damit sind 157 Punkte in einer Runde verteilt. Wer alle neun Stiche macht, erhält zusätzlich 100 Punkte. Eine vollständige Runde ergibt damit 257 Punkte.

Auch besondere Wertungen verschieben keine Plätze. Stöck zählt 20 Punkte für das Team, dem die Hand mit König und Ober der Trumpffarbe gehört. Die Punkte werden diesem Team gutgeschrieben, unabhängig vom Vergleich der Weis. In Obenabe und Undenufe gibt es keinen Stöck.

Für Übung und Tischrunde stehen verschiedene Zielwerte zur Verfügung. Gespielt wird in der Praxis mit 1000, 1500, 2500 oder 3000 Punkten. Die App bietet 1000 und 2500 an. Diese Zielwerte bestimmen nur, wann eine Partie endet. Sie ändern weder die Sitzordnung noch die Reihenfolge beim Geben.

Erreicht ein Team mit einer Runde das Ziel, werden die Punkte blockweise gezählt: zuerst Weis, danach Stöck und zuletzt die Stiche. Ein Team, das in einem früheren Block über das Ziel kommt, gewinnt. Die Sitzplätze werden deshalb nicht neu verteilt, auch wenn die Partie endet.

Wer eine feste Merkhilfe will, kann sich an drei Fragen halten: Wer gibt diese Runde? Wer sitzt rechts vom Geber? Wer sitzt dieser Person gegenüber? Die Antworten bestimmen Geber, Vorhand und Partner. Mit dieser Orientierung bleibt auch nach mehreren Runden klar, wer ansagt und wer eröffnet.

Bei der Jassgrenze geht es um das Ende einer Partie, nicht um das Ende der Sitzordnung. Wird weitergespielt, bleibt die Anordnung unverändert; nur der Geber wechselt nach jeder Runde. Genau diese Trennung zwischen Wertung und Platzordnung verhindert, dass eine gewonnene Runde versehentlich als neuer Sitzplan behandelt wird.

Fragen

Sitzen Jasspartner nebeneinander oder gegenüber?

Die beiden Partner sitzen gegenüber. Die Personen links und rechts von dir gehören deshalb zur Gegenpartei. Diese Zuordnung bleibt während der Partie bestehen, auch wenn der Geber nach jeder Runde wechselt.

Wer ist beim Jass Vorhand?

Vorhand ist die Person rechts vom Geber. Vorhand bestimmt das Spiel und spielt die erste Karte des ersten Stichs aus. Nach dem Wechsel des Gebers wechselt auch Vorhand.

In welche Richtung wird beim Jass gespielt?

Beim Jass wird gegen den Uhrzeigersinn gespielt. Diese Richtung erklärt, weshalb Vorhand rechts vom Geber sitzt. Auch nach einem Schieben bleibt die Spielrichtung unverändert.

Wie viele Karten erhält jede Person beim Austeilen?

Jede der vier Personen erhält neun Karten. Der Geber teilt die Karten zu drei Karten aus. Der Kartensatz umfasst 36 Karten.

Kann Vorhand die Spielwahl mehrmals weiterschieben?

Nein. Vorhand darf die Wahl genau einmal zum Partner schieben. Der Partner muss danach wählen und darf die Entscheidung nicht an Vorhand zurückgeben.

Wann wechselt der Geber?

Der Geber wechselt nach jeder Runde zum nächsten Platz in Spielrichtung. Die Partnerschaften und die gegenüberliegenden Plätze bleiben gleich. Vorhand wechselt mit, weil Vorhand rechts vom Geber sitzt.

Jasvel — Schieber gegen drei Computergegner, offline. Bald verfügbar