Wie schreibt man eine Jasstafel richtig?
Eine Jasstafel zeigt den Stand jeder Mannschaft mit Hundertern, Fünfzigern, Zwanzigern, grossen Zeichen und einer Restzahl.
Wie ist eine Jasstafel aufgeteilt?
Eine Jasstafel ist durch eine senkrechte Linie in zwei Spalten geteilt. Jede Mannschaft führt ihren Punktestand in einer eigenen Spalte. Die Striche laufen innerhalb dieser Spalte von links nach rechts.
Die drei Reihen haben feste Wertstufen. In der oberen Reihe stehen die Hunderter, in der mittleren Reihe die Fünfziger und in der unteren Reihe die Zwanziger. Die Reihen zeigen also nicht einzelne Mannschaften, sondern unterschiedliche Teile des Punktestands. Die Jasstafel im Überblick macht diese Anordnung sichtbar.
Oben stehen die Hunderter, in der Mitte die Fünfziger und unten die Zwanziger.
Beim Schreiben bleibt die Mannschaftsspalte immer gleich. Die linke Mannschaft schreibt links von der senkrechten Linie, die rechte Mannschaft rechts davon. Ein neuer Block kommt rechts neben die bereits geschriebenen Blöcke derselben Reihe. So bleibt der Verlauf der Partie lesbar, auch wenn mehrere Runden nacheinander auf derselben Tafel stehen.
Die Tafel stellt den Stand nicht als fortlaufende Rechnung dar. Du zerlegst die gutgeschriebenen Punkte in die vorgesehenen Strichwerte. Vollständige Hunderter kommen oben hin, vollständige Fünfziger in die Mitte und vollständige Zwanziger nach unten. Was sich mit diesen Reihen nicht ausdrücken lässt, wird als Zahl im unteren rechten Bereich geführt.
Ein Beispiel zeigt die Logik: Eine Mannschaft erhält Punkte, die sich aus Hundertern, Fünfzigern und Zwanzigern zusammensetzen. Du setzt die Hunderter in die obere Reihe, die Fünfziger darunter und die Zwanziger in die untere Reihe. Ein verbleibender Wert kommt nicht als frei erfundener Strich dazu, sondern in die Restzahl.
Die räumliche Ordnung verhindert Verwechslungen beim schnellen Nachtragen. Lies zuerst die richtige Mannschaftsspalte, danach die passende Reihe. Beim Nachzählen arbeitest du von oben nach unten und berücksichtigst anschliessend die Zeichen und die Restzahl. Erst diese Teile zusammen ergeben den vollständigen Stand.
Wie setzt man die Striche auf der Jasstafel?
Die Striche werden in jeder Reihe von links nach rechts gesetzt. Der fünfte Strich wird quer über die vier vorhergehenden Striche gezogen. Dadurch entsteht eine geschlossene Gruppe, die sich rasch erkennen und zählen lässt.
Bei den Hundertern und den Zwanzigern kennzeichnet ein Querstrich die Gruppe aus vier vorhergehenden Strichen. Die Fünfziger haben eine eigene Form: Dort werden zwei Striche quer über die vorhergehenden Striche gezogen. Die Reihe und die Form der Gruppe müssen deshalb gemeinsam gelesen werden.
Ein Strich hat nicht auf der ganzen Tafel denselben Wert. Ein Strich in der oberen Reihe gehört zu den Hundertern. Ein Strich in der mittleren Reihe gehört zu den Fünfzigern. Ein Strich in der unteren Reihe gehört zu den Zwanzigern. Verschiebst du einen Strich in die falsche Reihe, stimmt der dargestellte Punktestand nicht mehr.
Neue Gruppen beginnst du rechts neben den bestehenden Gruppen derselben Reihe. Die Mannschaftsspalte darf dabei nicht gewechselt werden. Schreibe erst nach der Abrechnung, wie viele Punkte tatsächlich in die jeweilige Reihe gehören. Die Striche zeigen nur den bereits festgelegten Stand; sie entscheiden nicht selbst über die Punkte.
Die Gruppierung erleichtert die Kontrolle am Tisch. Statt jeden Strich einzeln zu suchen, erkennst du die Querstrich-Gruppen als zusammengehörige Einheiten. Bei den Fünfzigern achtest du besonders auf die zwei Querstriche. Ein einzelner Querstrich würde diese Wertstufe nicht korrekt darstellen.
Wer die Kartenwerte im Jass kennt, kann die Stichpunkte nach jeder Runde überprüfen, bevor die Darstellung auf der Tafel folgt. Eine saubere Reihenfolge hilft:
- Zuerst die Punkte der Stiche berechnen.
- Danach Weis und Stöck prüfen.
- Anschliessend den geltenden Faktor anwenden.
- Das Ergebnis in Hunderter, Fünfziger, Zwanziger und Restzahl zerlegen.
- Erst dann die Striche setzen.
Ziehe den Querstrich erst, wenn die Gruppe vollständig ist. So bleibt erkennbar, welche Striche zusammengehören. Gerade bei einer schnellen Abrechnung verhindert diese kleine Sorgfalt, dass die nächste Gruppe zu früh beginnt oder eine Reihe falsch gelesen wird.
| Reihe | Je Strich |
|---|---|
| 1 | 100 |
| 2 | 50 |
| 3 | 20 |
| X | 1000 |
| V | 500 |
Was bedeuten X, V und die Restzahl?
Ein X im oberen rechten Bereich der Mannschaftsspalte steht für 1000 Punkte. Ein V an derselben Stelle steht für 500 Punkte. Beide Zeichen ergänzen die Strichreihen und werden nicht als zusätzliche Hunderter, Fünfziger oder Zwanziger geschrieben.
Das X und das V gehören zur betreffenden Mannschaft. Du liest sie also innerhalb derselben Spalte wie die Striche. Sie stehen oben rechts und bilden einen eigenen Teil der Darstellung. Ein X wird nicht in eine Strichgruppe umgewandelt, und ein V gehört nicht in die Fünfzigerreihe.
Was sich mit den Strichen, dem X und dem V nicht ausdrücken lässt, wird unten rechts als normale Zahl eingetragen. Diese Zahl ist die Restzahl. Sie kann positiv oder negativ sein. Gleichzeitig steht für eine Mannschaft immer nur eine Restzahl auf der Tafel.
Eine negative Restzahl ist eine gültige Darstellung und kein Schreibfehler. Sie entsteht, wenn der Stand mit den grossen Zeichen und den Strichreihen dargestellt wird und der verbleibende Ausgleich negativ ausfällt. Das Minuszeichen bleibt bei der Zahl stehen. Du ersetzt den negativen Rest nicht durch zusätzliche Striche.
Ein Beispiel hilft beim Lesen: Zuerst prüfst du, ob im oberen rechten Bereich ein X oder ein V steht. Danach zählst du die Hunderter oben, die Fünfziger in der Mitte und die Zwanziger unten. Zum Schluss liest du die eine Restzahl unten rechts, einschliesslich eines möglichen Minuszeichens. Nur diese Gesamtschau ergibt den Stand.
Die Schieber-Abrechnung kann erklären, welche Bestandteile in die neue Rundensumme einfliessen. Für das Übertragen auf die Tafel bleibt die Darstellung gleich. Eine neue Runde verändert die bisherige Restzahl und ersetzt sie durch den neuen gültigen Rest.
Die Restzahl ist eine eigene Zahl und keine vierte Strichreihe.
Schreibe keine zweite Restzahl daneben, um einen Zwischenstand festzuhalten. Das macht die Tafel mehrdeutig. Wenn du nachrechnen willst, kannst du die einzelnen Bestandteile mündlich oder auf einem separaten Notizzettel prüfen. Auf der Jasstafel bleibt nur die aktuelle Restzahl stehen.
Beim Nachzählen empfiehlt sich die Reihenfolge von gross nach klein: X und V, Hunderter, Fünfziger, Zwanziger und Restzahl. So erkennst du rasch, ob ein Zeichen fehlt, eine Strichgruppe in der falschen Reihe steht oder das Vorzeichen der Restzahl übersehen wurde.
Wie berechnet man eine Runde für die Jasstafel?
Eine Runde wird aus Stichpunkten, Weis und Stöck berechnet. Diese Bestandteile werden nach den geltenden Regeln geprüft und anschliessend als gemeinsame Rundensumme auf die Tafel übertragen. Der Faktor wird auf die ganze geschriebene Runde angewendet.
Der Kartensatz umfasst 36 Karten. Jede der 4 Personen erhält 9 Karten, und eine Runde hat 9 Stiche. Die Karten bringen zusammen 152 Punkte. Für den letzten Stich kommen 5 Punkte dazu. Der Stichanteil einer Runde beträgt damit 157 Punkte.
Alle 9 Stiche eines Matches bringen zusätzlich 100 Punkte. Zusammen mit den 157 Punkten aus den Karten und dem letzten Stich ergibt das 257 Punkte für das vollständige Spiel, bevor Weis, Stöck und der Faktor berücksichtigt werden.
Stöck zählt 20 Punkte. Er besteht aus König und Ober der Trumpffarbe in einer Hand. Die 20 Punkte erhält die Mannschaft, die diese beiden Karten hält. Das gilt unabhängig vom Vergleich des Weis. In Obenabe und Undenufe gibt es keinen Stöck.
Die Abrechnung lässt sich in dieser Reihenfolge prüfen:
- Die gewonnenen Stiche und ihre Kartenpunkte feststellen.
- Die 5 Punkte für den letzten Stich berücksichtigen.
- Weis nach den vereinbarten Regeln vergleichen und zählen.
- Stöck mit 20 Punkten prüfen, sofern die Spielart einen Stöck kennt.
- Die gesamte Rundensumme mit dem geltenden Faktor multiplizieren.
- Das Ergebnis auf der Jasstafel darstellen.
Die Kartenwerte der einzelnen Karten bilden die Grundlage für den Stichanteil. Der Schieber kann die Spielart bestimmen, deren Faktor danach für beide Mannschaften gilt. Schreibe nicht schon nach dem Zählen der Stiche, wenn Weis oder Stöck noch offen sind.
Ein Beispiel für die Kontrolle: Eine Mannschaft zählt zuerst ihre Stichpunkte. Danach kommt der Weis dazu. Hält sie König und Ober der Trumpffarbe in einer Hand und wurde der Stöck rechtzeitig angesagt, kommen 20 Punkte dazu. Erst die vollständige Summe wird mit dem Faktor multipliziert und danach in die Tafelwerte zerlegt.
Die Tafel ist das Ergebnis dieser Abrechnung. Sie ersetzt weder die Prüfung der Karten noch die Ansage am Tisch. Bei einer unklaren Summe hilft es, Stichpunkte, Weis und Stöck getrennt zu nennen, bevor du die Striche oder die Restzahl einträgst.
Welcher Faktor gilt beim Schreiben auf der Jasstafel?
Der Faktor vervielfacht die ganze Rundensumme. Er gilt für Stichpunkte, Weis und Stöck und wird auf beide Mannschaften angewendet. Nicht nur die Mannschaft, die die Spielart bestimmt, erhält eine Multiplikation ihrer Punkte.
Die häufige Tabelle gilt auch als Standardeinstellung der App. Sie lautet:
- Eicheln ×1
- Rosen ×1
- Schellen ×2
- Schilten ×2
- Obenabe ×3
- Undenufe ×4
Diese Tabelle ist regional nicht überall verbindlich. Eine weit verbreitete Variante setzt sowohl Obenabe als auch Undenufe auf ×3. Eine aufsteigende Variante verwendet Eicheln ×1, Rosen ×2, Schellen ×3, Schilten ×4, Obenabe ×5 und Undenufe ×6.
Am Tisch muss deshalb vor der Runde feststehen, welche Tabelle gilt. Die drei Varianten führen bei derselben Abrechnung zu unterschiedlichen Einträgen. Präsentierst du die häufige Tabelle als einzige richtige Lösung, kann das bei regionalen Regeln zu einem Streit führen.
Für das Schreiben rechnest du zuerst die unmultiplizierte Summe jeder Mannschaft aus. Danach wendest du den Faktor der Spielart auf die gesamte Summe an. Erst das vervielfachte Ergebnis zerlegst du in Hunderter, Fünfziger, Zwanziger und Restzahl.
Der Faktor gilt für die ganze Runde, nicht nur für die Stiche.
Ein Weis wird also mitmultipliziert. Ein gültiger Stöck wird ebenfalls mitmultipliziert. Das gilt auch dann, wenn die Mannschaft mit dem Stöck nicht dieselbe Mannschaft ist, die den Stichanteil der Runde bestimmt. Beide Punktestände werden nach derselben Spielart und derselben Faktorentabelle berechnet.
Ein Beispiel zeigt den Unterschied zwischen den Tabellen: Eine Runde Obenabe erhält in der häufigen Tabelle den Faktor ×3. In der Variante mit gleichen Obenabe- und Undenufe-Faktoren gilt für Obenabe ebenfalls ×3. In der aufsteigenden Variante gilt für Obenabe ×5. Die zugrunde liegende Runde bleibt gleich, der geschriebene Wert verändert sich.
Die App schreibt standardmässig nach der häufigen Tabelle. Spielst du nach einer regionalen Variante, muss die Abrechnung am Tisch diese Variante berücksichtigen. Die Anordnung der Jasstafel bleibt unverändert; nur der Wert, den du einträgst, fällt anders aus.
Wann entscheidet die Reihenfolge von Weis, Stöck und Stichen?
Überschreitet eine Mannschaft in einer Runde das vereinbarte Ziel, werden die Punkte zuerst als Weis, danach als Stöck und zuletzt als Stiche gezählt. Die Mannschaft, die in einem früheren dieser Blöcke über das Ziel kommt, gewinnt. Die gesamte Rundensumme wird also für diesen Entscheid nicht einfach in beliebiger Reihenfolge betrachtet.
Als Übungsziele sind 1000, 1500, 2500 und 3000 Punkte vorgesehen. Die App bietet 1000 und 2500 an. Am Tisch muss vor dem Spiel feststehen, welches Ziel gilt.
Die Reihenfolge ist besonders dann entscheidend, wenn beide Mannschaften in derselben Runde nahe am Ziel liegen. Du prüfst zuerst den Weis-Anteil beider Mannschaften. Führt dieser Block bei einer Mannschaft über das Ziel, ist der Vergleich entschieden. Erst wenn Weis nicht entscheidet, kommt Stöck an die Reihe. Die Stichpunkte werden zuletzt geprüft.
Stöck wird beim Ausspielen der zweiten Karte des Paares angesagt, nicht beim Ausspielen der ersten Karte. Hat die nächste Person diese zweite Karte bereits gedeckt, bevor die Ansage erfolgt, sind die 20 Punkte verloren. Die Partner dürfen einander nicht daran erinnern.
Die Ansage muss also während des Spiels erfolgen. Eine spätere Feststellung auf der Tafel genügt nicht. Wird der Stöck korrekt angesagt, kommt er in die Abrechnung und wird mit dem geltenden Faktor multipliziert. Wird die Ansage verpasst, fehlen diese 20 Punkte auch bei der anschliessenden Rechnung.
Für die Zielabrechnung gehst du so vor:
- Weis zuerst prüfen und vergleichen.
- Falls Weis nicht entscheidet, Stöck prüfen und vergleichen.
- Falls auch Stöck nicht entscheidet, die Stiche vergleichen.
- Den Stand erst danach endgültig auf die Tafel schreiben.
Die Zielwerte im Jass zeigen, welche Zielgrössen beim Üben vorkommen. Die Tafel hält anschliessend den bestätigten Punktestand fest. Bei einem Streit lohnt es sich, die drei Blöcke getrennt zu nennen, statt nur die Rundensumme zu verkünden.
Ein typischer Fehler besteht darin, die Stiche zuerst zu zählen, weil sie am Ende der Runde sichtbar sind. Für die Zielentscheidung gilt jedoch die festgelegte Reihenfolge. Ein anderer Fehler ist die verspätete Stöck-Ansage. Die 20 Punkte gehören nur dann in die Rechnung, wenn die zweite Karte rechtzeitig angesagt wurde.
Fragen
Schreibt man auf einer Jasstafel in Reihen oder in Spalten?
Die Mannschaften haben je eine Spalte, und die Striche werden darin von links nach rechts geschrieben. Die drei Reihen stehen für Hunderter, Fünfziger und Zwanziger.
Wie wird der fünfte Strich auf der Jasstafel eingetragen?
Der fünfte Strich wird quer über die vier vorhergehenden Striche gezogen. In der Fünfzigerreihe werden dafür zwei Querstriche verwendet.
Was bedeutet ein X oben rechts auf der Jasstafel?
Ein X steht für 1000 Punkte. Es gehört zur Mannschaftsspalte, in der es oben rechts eingetragen ist, und ist kein Strich der Hunderterreihe.
Was bedeutet ein V auf der Jasstafel?
Ein V steht für 500 Punkte. Das Zeichen wird oben rechts in der Spalte der betreffenden Mannschaft geführt.
Kann die Restzahl auf der Jasstafel negativ sein?
Ja, die Restzahl unten rechts kann ein Minuszeichen tragen. Für eine Mannschaft steht gleichzeitig nur eine Restzahl auf der Tafel.
Gilt beim Jassen immer derselbe Faktor?
Nein, die Faktorentabellen sind regional verschieden. Häufig gelten Eicheln ×1, Rosen ×1, Schellen ×2, Schilten ×2, Obenabe ×3 und Undenufe ×4; daneben gibt es weitere verbreitete Varianten.
Wann muss ein Stöck angesagt werden?
Stöck wird beim Ausspielen der zweiten Karte aus König und Ober der Trumpffarbe angesagt. Wird die Karte vorher gedeckt, gehen die 20 Punkte verloren, und die Partner dürfen nicht daran erinnern.