**Schieben beim Jass: Regel, Ablauf und taktische Bedeutung**

> Die Schieben-Jass-Regel erklärt: Die Vorhand gibt die Wahl einmal weiter, der Partner entscheidet und darf nicht zurückschieben.

Source: https://jasvel.org/de/regeln/schieben/ · language: de · updated: 2026-08-10

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# Schieben Jass Regel: Wer schiebt und was gilt?

Beim Schieben gibt die Vorhand die Vertragswahl genau einmal an den gegenüber sitzenden Partner weiter, der danach entscheiden muss.

Aktualisiert 10. August 2026 · [Merey Tleugazin](https://jasvel.org/de/ueber-uns/)

## Was bedeutet Schieben beim Jass?

Schieben bedeutet, dass die Vorhand die Wahl des Vertrags an ihren Partner weitergibt. Die Vorhand wählt also nicht selbst, sondern legt die Entscheidung in die Hände des gegenüber sitzenden Partners. Der Partner muss danach einen Vertrag bestimmen.

Beim Jass spielen vier Personen in zwei festen Teams. Die Partner sitzen einander gegenüber. Die Vorhand sitzt rechts vom Geber. Sie hat die Wahl des Vertrags und spielt die erste Karte des ersten Stichs aus. Schieben verändert diese Reihenfolge nicht. Die Karten werden weiterhin zu drei Karten ausgeteilt, und der Spielablauf geht gegen den Uhrzeigersinn.

Der Ausdruck beschreibt den Vorgang genau: Die offene Wahl wandert von der Vorhand zum Partner. Der Partner erhält keine zusätzliche Möglichkeit, die Wahl weiterzugeben. Nach dem Schieben muss er aus den eigenen Karten und der Information der Vorhand einen Vertrag auswählen.

Schieben ist deshalb mehr als eine formale Weitergabe. Die Vorhand zeigt der Runde, dass sie die Wahl nicht selbst übernehmen will. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Vielleicht lässt die eigene Hand keine klare Farbe erkennen. Vielleicht passen mehrere Verträge, ohne dass einer davon deutlich vor den anderen liegt. Vielleicht traut die Vorhand dem Partner eine bessere Einschätzung zu.

Die Vorhand gibt mit dem Schieben aber keine genaue Karteninformation bekannt. Der Zug sagt nicht, welche Farbe der Partner wählen soll. Er garantiert auch keine bestimmte Kartenstärke. Die Gegenspieler sehen nur, dass die Vorhand die Entscheidung nicht selbst getroffen hat. Der Partner muss diese offene Information mit seiner eigenen Hand verbinden.

Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich: Die Vorhand sieht eine brauchbare Farbe, findet aber keine eindeutige Wahl. Sie schiebt. Der Partner hält selbst eine starke Farbe und erkennt, dass seine Hand die klarere Grundlage bietet. Er wählt diesen Vertrag. Die Vorhand hat keine bestimmte Farbe angesagt. Sie hat nur die Verantwortung für die Wahl weitergegeben.

Die Regel gehört zum Kern des [Schiebers](https://jasvel.org/de/regeln/schieber-jass-regeln/). Sie trennt die eigene Wahl der Vorhand von der bewusst weitergegebenen Wahl. Wer beim Nachschlagen nur fragt, ob Schieben erlaubt ist, übersieht den taktischen Teil. Der Zug verändert die Information am Tisch und macht die Einschätzung der Vorhand für alle sichtbar.

Schieben lässt sich daher knapp so zusammenfassen: Die Vorhand gibt die Vertragswahl dem gegenüber sitzenden Partner. Der Partner entscheidet, und die Ausspielposition bleibt bei der Vorhand.

*Die Partner sitzen einander gegenüber. Gegeben wird zu dritt, gespielt wird im Gegenuhrzeigersinn — deshalb bestimmt der Vorderhand, also die Person rechts vom Geber, den Trumpf und spielt zugleich den ersten Stich an. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.*

## Wer darf beim Jass schieben und wie oft?

Nur die Vorhand darf beim Jass schieben. Sie darf die Wahl genau einmal an ihren gegenüber sitzenden Partner weitergeben. Der Partner muss danach den Vertrag wählen und darf nicht zurückschieben.

Vorhand ist der Spieler rechts vom Geber. Diese Position bestimmt, wer die Wahl erhält und wer den ersten Stich ausspielt. Die Berechtigung zum Schieben hängt also nicht an einer bestimmten Person. Sie hängt an der Sitzposition in der jeweiligen Runde. Der Geber wechselt nach jeder Runde, deshalb wechselt auch die Vorhand.

Der Ablauf besteht aus einer klaren Folge:

- Die Vorhand erhält die Wahl des Vertrags.

- Die Vorhand wählt selbst oder schiebt.

- Beim Schieben geht die Wahl an den gegenüber sitzenden Partner.

- Der Partner bestimmt den Vertrag.

- Der Partner darf die Wahl nicht zurückgeben.

Die Entscheidung bleibt damit innerhalb des Teams, wandert aber nur in eine Richtung. Die Vorhand kann den Partner zum Entscheider machen. Der Partner kann die Wahl weder an die Vorhand zurückgeben noch an einen anderen Spieler weiterreichen.

Die Begrenzung auf ein Schieben sorgt für einen eindeutigen Abschluss. Nach der Weitergabe ist klar, wer an der Reihe ist. Der Partner kann die eigenen Karten beurteilen und die offene Information der Vorhand einbeziehen. Eine zweite Weitergabe ist nicht vorgesehen.

Die Sitzordnung hilft bei Streitfragen. Sitzt der Spieler rechts vom Geber am Zug, ist er die Vorhand. Sein gegenüber sitzender Mitspieler ist der Partner, an den die Wahl gehen kann. Die beiden anderen Spieler gehören zum gegnerischen Team. Niemand ausser der Vorhand kann die Vertragswahl eröffnen oder verschieben.

Ein Beispiel: Der Geber teilt die Karten aus. Der Spieler rechts vom Geber ist die Vorhand und erhält die Wahl. Er schiebt an den Partner gegenüber. Nun ist der Partner an der Reihe. Auch wenn der Partner keine klare Farbe sieht, muss er wählen. Die Vorhand erhält die Wahl nicht zurück.

Bei der [Wahl des Vertrags](https://jasvel.org/de/taktik/trumpf-waehlen/) hilft eine feste Ansage am Tisch. Zuerst entscheidet die Vorhand, ob sie selbst einen Vertrag wählen will. Schiebt sie, wartet die Runde auf den Entscheid des Partners. Erst danach beginnt das Spiel mit dem Ausspiel der Vorhand.

Der Partner wird durch das Schieben also zum Entscheider, nicht zum Ausspieler. Diese beiden Rollen fallen in derselben Runde auseinander. Die Vorhand kann die Wahl abgeben und trotzdem die erste Karte spielen. Wer diese Trennung kennt, verwechselt den Ablauf nicht mit einer Weitergabe des gesamten Spiels.

Schieben bleibt freiwillig. Eine starke Hand verpflichtet die Vorhand nicht zum Schieben, und eine unsichere Hand macht den Zug nicht zwingend. Die Regel erlaubt genau diese Wahl: selbst bestimmen oder einmal an den Partner weitergeben.

## Warum darf der Partner beim Schieben nicht zurückschieben?

Der Partner darf beim Schieben nicht zurückschieben, weil nach der Weitergabe eine eindeutige Vertragswahl folgen muss. Die Vorhand hat die Wahl einmal abgegeben. Danach trägt der Partner die Verantwortung für den Entscheid.

Die Einbahnregel hält den Ablauf klar. Die Vorhand kennt die eigene Hand und entscheidet zunächst, ob sie den Vertrag selbst wählen will. Schiebt sie, setzt sie ein öffentliches Signal. Der Partner erhält nicht bloss eine zusätzliche Möglichkeit, sondern den Auftrag, aus der gemeinsamen Kartenlage einen Vertrag zu bestimmen.

Ein Rückschieben würde die Bedeutung des ersten Zuges abschwächen. Die Vorhand könnte die Entscheidung abgeben, ohne sich auf einen Abschluss festzulegen. Der Partner könnte die Verantwortung ebenfalls vermeiden. Eine endlose Bewegung zwischen den beiden Partnern wäre möglich, und die Runde hätte keinen klaren nächsten Schritt.

Die Regel verhindert genau diese Situation. Nach dem Schieben ist der Partner an der Reihe. Er darf die eigene Hand prüfen, die Information der Vorhand berücksichtigen und den Vertrag wählen. Unsicherheit ändert nichts an der Pflicht zur Entscheidung.

Ein Beispiel: Die Vorhand schiebt, weil keine eigene Farbe eindeutig überzeugt. Der Partner hält ebenfalls keine perfekte Hand. Er darf trotzdem nicht zurückschieben. Er muss die passendste Wahl treffen, auch wenn sie nicht risikofrei wirkt. Die Regel verlangt einen Entscheid, nicht eine perfekte Kartenlage.

Die Gegenspieler können den Ablauf leicht verfolgen. Vorhand und Partner sitzen einander gegenüber. Sobald die Vorhand schiebt, ist die Richtung festgelegt. Der Partner wählt. Erst danach kennen alle den Vertrag und können den Spielbeginn mit dem Ausspiel der Vorhand abwarten.

Schieben verpflichtet den Partner nicht zu einer bestimmten Farbe. Der Partner muss nicht den mutmasslichen Wunsch der Vorhand erraten. Er darf anhand der eigenen Karten entscheiden. Die Vorhand hat nur mitgeteilt, dass sie die Wahl nicht selbst getroffen hat. Eine geheime Zusage entsteht daraus nicht.

Die [Partnerhilfe im Spiel](https://jasvel.org/de/taktik/mit-dem-partner-jassen/) liegt deshalb nicht im Weiterreichen der Verantwortung. Partnerschaft zeigt sich darin, die öffentliche Information richtig zu deuten und die eigene Hand sachlich zu bewerten. Der Partner übernimmt den Entscheid, ohne eine genaue Ansage der Vorhand zu erhalten.

Für die Gleichbehandlung der Teams ist die feste Grenze ebenfalls nötig. Der Geber wechselt nach jeder Runde, damit wandert die Vorhand. Die Schieben-Regel bleibt bei jeder Sitzverteilung gleich. Kein Team bekommt durch ein zusätzliches Zurückschieben eine zweite Wahlmöglichkeit.

Wer am Tisch einen Rückschieber zulassen will, spielt damit eine andere Hausregel. Nach der beschriebenen Schieben-Regel ist der Zug nicht erlaubt. Die Vorhand schiebt einmal, der Partner wählt.

*Der Faktor vervielfacht alles, was in dieser Runde geschrieben wird — Stiche, Weis und Stöck, für beide Parteien. Die linke Tabelle ist die verbreitetste und die Voreinstellung dieser App; die beiden anderen sind ebenso echt. Also: Tabelle abmachen, bevor zum ersten Mal gegeben wird. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.*

## Was verrät Schieben über die Karten der Vorhand?

Schieben verrät, dass die Vorhand die Vertragswahl nicht selbst festlegen will oder keine klare eigene Wahl sieht. Der Zug ist eine öffentliche Information für den ganzen Tisch. Er zeigt jedoch weder die genaue Kartenverteilung noch eine bestimmte Kartenstärke.

Die Vorhand könnte mehrere Möglichkeiten sehen und keine davon bevorzugen. Sie könnte eine Farbe mit brauchbaren Karten halten, aber beim Partner eine passendere Ergänzung vermuten. Sie könnte auch meinen, dass der Partner die eigene Hand besser einschätzen kann. Welche dieser Überlegungen tatsächlich dahintersteht, bleibt offen.

Schieben ist daher kein festes Zeichen für eine Farbe. Wer den Zug als versteckte Trumpfansage versteht, geht über die Regel hinaus. Die Vorhand hat keinen bestimmten Vertrag genannt. Sie hat nur die Entscheidung an den Partner weitergegeben.

Für den Partner entsteht eine zusätzliche, aber begrenzte Information. Er weiss, dass die Vorhand nicht selbst gewählt hat. Danach prüft er die eigene Hand. Eine starke eigene Farbe kann zur Wahl führen. Eine passende Verteilung kann für einen anderen Vertrag sprechen. Auch die erwartete Zusammenarbeit der beiden Hände darf in die Entscheidung einfliessen.

Die Gegenspieler dürfen das Schieben ebenfalls beachten. Sie sehen, dass der Vertrag aus einer weitergegebenen Wahl entstanden ist. Daraus können sie die Entscheidung des Partners einordnen. Eine genaue Kenntnis der Karten erhalten sie nicht. Der Zug liefert eine Tendenz, keine vollständige Beschreibung.

Ein Beispiel: Die Vorhand schiebt, und der Partner wählt einen Vertrag, der gut zu seiner eigenen Hand passt. Daraus folgt nicht automatisch, dass die Vorhand genau dieselbe Farbe unterstützt. Vielleicht hat sie eine andere Stärke, vielleicht mehrere brauchbare Karten oder vielleicht nur keine sichere eigene Wahl. Die Information bleibt absichtlich offen.

Die Vorhand sollte Schieben deshalb bewusst einsetzen. Der Zug kann dem Partner eine bessere Entscheidung ermöglichen. Gleichzeitig zeigt er allen Spielern, dass die Vorhand die Verantwortung nicht übernommen hat. Wer schiebt, gibt einen Teil der Kontrolle ab und liefert dem Tisch ein lesbares Signal.

Der Partner sollte drei Aussagen auseinanderhalten:

- Die Vorhand hat keinen eigenen Vertrag festgelegt.

- Der Partner muss den Vertrag bestimmen.

- Schieben beschreibt keine einzelne Karte und keine garantierte Farbe.

Die [Vertragsübersicht](https://jasvel.org/de/regeln/trumpf-obenabe-undenufe/) hilft bei der anschliessenden Bewertung. Die Multiplikatoren sind regional verschieden. Die häufige Tabelle, die auch die App standardmässig schreibt, zählt Eicheln mal eins, Rosen mal eins, Schellen mal zwei, Schilten mal zwei, Obenabe mal drei und Undenufe mal vier. Eine weit verbreitete veröffentlichte Variante zählt Obenabe und Undenufe beide mal drei. Eine aufsteigende Variante zählt Eicheln mal eins, Rosen mal zwei, Schellen mal drei, Schilten mal vier, Obenabe mal fünf und Undenufe mal sechs.

Der jeweilige Faktor multipliziert die ganze geschriebene Runde für beide Teams. Dazu gehören Stiche, Weis und Stöck. Der Multiplikator gilt also nicht nur für das Team, das den Vertrag gewählt hat.

Schieben bleibt damit eine Einschätzung der Vorhand, kein Vertrag und keine Kartenansage. Erst der Partner macht aus der offenen Situation eine konkrete Wahl.

*In der Trumpffarbe ist der Under (Puur) die höchste Karte und der Nell die zweithöchste — beide über dem Ass. Reihenfolge und Werte sind in jedem Kanton gleich; nur der Multiplikator wechselt. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.*

## Wie wählt der Partner nach dem Schieben den Vertrag?

Der Partner wählt nach dem Schieben selbst den Vertrag. Er darf die Wahl nicht zurückgeben und muss die eigene Hand mit der öffentlichen Information der Vorhand verbinden. Der beste Entscheid ergibt sich nicht aus dem Schieben allein.

Zuerst bewertet der Partner die eigenen Karten. Welche Farbe bietet die klarste Grundlage. Welche Karten können im gewählten Spiel Stiche bringen. Welche Verteilung passt zur möglichen Spielart. Diese Prüfung kommt vor der Deutung des Schiebens, damit der Partner nicht bloss auf ein vermutetes Signal reagiert.

Danach bezieht der Partner die Vorhand ein. Die Vorhand hat keine eigene Wahl getroffen. Vielleicht fehlen ihr klare Anhaltspunkte. Vielleicht erwartet sie beim Partner eine stärkere Grundlage. Vielleicht sieht sie mehrere Möglichkeiten und möchte die Entscheidung nicht selbst festlegen. Keine dieser Deutungen ist eine feste Zusage.

Eine brauchbare Prüfung am Tisch kann so aussehen:

- Die eigene Farbe auf Stärke und Verteilung beurteilen.

- Prüfen, ob Obenabe oder Undenufe besser zu den Karten passt.

- Überlegen, welche Wahl die Hand des Partners sinnvoll ergänzen könnte.

- Die am Tisch vereinbarte regionale Multiplikator-Tabelle beachten.

Die Multiplikatoren bestimmen nicht, wer wählen muss. Sie wirken erst bei der Bewertung der gewählten Runde. In der häufigen Tabelle gelten Eicheln und Rosen mit mal eins, Schellen und Schilten mit mal zwei, Obenabe mit mal drei und Undenufe mit mal vier. Die App schreibt diese Tabelle standardmässig.

Eine weit verbreitete veröffentlichte Variante bewertet Obenabe und Undenufe beide mit mal drei. Eine aufsteigende Variante verwendet mal eins für Eicheln, mal zwei für Rosen, mal drei für Schellen, mal vier für Schilten, mal fünf für Obenabe und mal sechs für Undenufe. Diese Tabellen sind regionale Varianten. Am Tisch muss klar sein, welche Wertung gilt.

Der Faktor multipliziert die gesamte geschriebene Runde für beide Teams. Er betrifft Stiche, Weis und Stöck. Der Partner sollte deshalb nicht nur auf den Faktor schauen. Eine passende Hand kann für die Entscheidung entscheidender sein als eine hohe Zahl in einer anderen Tabelle.

Ein Beispiel: Die eigene Hand bietet eine klare Grundlage für eine Farbe, während Obenabe zwar einen anderen Faktor hätte, aber weniger gut zur Kartenstruktur passt. Der Partner darf die passende Wahl treffen, statt den höchsten verfügbaren Faktor zu verfolgen. Schieben verpflichtet ihn nicht zu einem besonders hoch bewerteten Vertrag.

Nach dem Entscheid spielt die Vorhand die erste Karte aus. Der Partner bestimmt den Vertrag, behält aber nicht die Ausspielposition. Diese Trennung gehört zum festen Ablauf: Rechts vom Geber sitzt die Vorhand, und sie führt den ersten Stich an.

Wer die Schieben-Regel lernen will, kann sich einen Satz merken: Die Vorhand gibt die Wahl weiter, der Partner wertet die Information und entscheidet. Die Karten liefern die Grundlage, der Zug der Vorhand liefert einen Hinweis, und die regionale Wertung bestimmt die Multiplikation.

Kurz gesagt

Nur die Vorhand darf schieben, und zwar genau einmal. Der Partner muss danach den Vertrag wählen und darf die Wahl nicht zurückgeben. Schieben ist zugleich ein taktisches Signal: Die Vorhand überlässt die Entscheidung dem Partner, ohne eine bestimmte Farbe oder Kartenstärke zu versprechen.

## Fragen

### Kann die Vorhand trotz einer brauchbaren Hand schieben?

Ja. Die Vorhand darf die Vertragswahl selbst treffen oder sie genau einmal an den Partner weitergeben. Eine brauchbare Hand macht Schieben weder verboten noch zwingend.

### Wie erkennt man die Vorhand am Tisch?

Die Vorhand sitzt rechts vom Geber. Sie erhält die Vertragswahl und spielt die erste Karte des ersten Stichs aus. Weil der Geber nach jeder Runde wechselt, wechselt auch die Vorhand.

### Muss der Partner nach dem Schieben sofort eine bestimmte Farbe wählen?

Nein. Schieben schreibt keine Farbe und keinen bestimmten Vertrag vor. Der Partner muss selbst entscheiden und darf dafür die eigene Hand sowie die öffentliche Information der Vorhand auswerten.

### Kann Schieben als geheimes Zeichen für eine starke Karte gelten?

Nein. Die Schieben-Regel enthält keine feste Bedeutung für einzelne Karten oder bestimmte Farben. Der Zug zeigt nur, dass die Vorhand die Vertragswahl nicht selbst übernommen hat.

### Welche Wertung gilt nach einem geschobenen Vertrag?

Die Wertung hängt von der regionalen Variante ab. Häufig gelten Eicheln und Rosen mal eins, Schellen und Schilten mal zwei, Obenabe mal drei und Undenufe mal vier; andere Tabellen bewerten Obenabe und Undenufe beide mal drei oder steigen von Eicheln mal eins bis Undenufe mal sechs.

## Quellen

1. [Schieber-Jass: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung](https://jassverzeichnis.ch/schieber) — Schweizer Jassverzeichnis
2. [Règles du chibre](https://www.jass-geneve.ch/regleschibre.html) — Jass Genève

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- [Geben und Sitzordnung](https://jasvel.org/de/regeln/geben-und-sitzordnung/) Vier Personen bilden zwei feste Teams: Die Partner sitzen gegenüber, der Geber wechselt nach jeder Runde und Vorhand sitzt rechts vom Geber.

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