**Jassbegriffe: Karten, Weis und Schweizer Jasssprache**

> Das Jassbegriffe-Lexikon erklärt Schweizer Jasssprache, Kartenwerte, Weis, Stöck und regionale Begriffe aus Deutschschweiz, Romandie und Grenzregionen.

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# Jassbegriffe Lexikon: Was bedeuten die Wörter beim Jassen?

Das Lexikon erklärt Jassbegriffe, Kartenbilder, Wertungswörter und regionale Varianten, damit eine Regel am Tisch eindeutig bleibt.

Aktualisiert 10. August 2026 · [Merey Tleugazin](https://jasvel.org/de/ueber-uns/)

## Welche Sprache spricht man beim Jassen?

Beim Jassen spricht man am Tisch meist Schweizerdeutsch. Das gilt für Kartenbezeichnungen, Ansagen und viele kurze Ausdrücke während des Spiels. Auch in der Romandie bleiben zahlreiche schweizerdeutsche Wörter erhalten, weil sie zum gemeinsamen Kartenspiel gehören und nicht nur zu einer einzelnen Mundart.

Jassen verbindet Sprachregionen durch feste Abläufe. Wer eine Karte spielt, einen Stich macht oder eine Farbe ansagt, braucht eine Bezeichnung, die am Tisch eindeutig verstanden wird. Deshalb werden Jasswörter oft übernommen, wenn daneben Französisch gesprochen wird. Für einen Teil des Wortschatzes gibt es französische Entsprechungen, für andere Ausdrücke nicht.

Die beiden Kartensätze zeigen diese Verbindung besonders deutlich. Der schweizerdeutsche Satz verwendet Schellen, Schilten, Rosen und Eicheln. Diese Farben entsprechen genau den französischen Farben Karo, Pik, Herz und Kreuz. Schellen entsprechen Karo, Schilten Pik, Rosen Herz und Eicheln Kreuz. Die Zuordnung bleibt gleich, auch wenn die Kartenbilder anders aussehen.

Der Multiplikator bindet sich an die Position der Farbe und nicht an die dargestellte Figur. Wer vom schweizerdeutschen zum französischen Kartensatz wechselt, verändert deshalb keine Punktzahl. Ein Rosen-König und ein Herz-König stehen zwar in verschiedenen Kartensätzen, übernehmen bei derselben Spielart aber die entsprechende Position ihrer Farbe.

Auch die Figuren tragen unterschiedliche Namen. Im schweizerdeutschen Satz stehen Under, Ober und König. Im französischen Satz entsprechen ihnen Bube, Dame und König. Der Under heisst im Trumpf Puur. Diese Bezeichnung ist ein eigener Fachausdruck und nicht bloss eine freie Übersetzung des französischen Buben.

Die Verbreitung der Kartensätze folgt der Brünig-Napf-Reuss-Linie. Östlich dieser Linie sind schweizerdeutsche Karten verbreitet, westlich davon französische Karten. Die Grenze beschreibt eine regionale Verteilung, keine unterschiedliche Wertung. An einem Tisch in der Deutschschweiz, in Vorarlberg oder in Liechtenstein können deshalb andere Kartenwörter geläufig sein als an einem Tisch in der Romandie.

Regionale Varianten gehören zum Jasswortschatz. Ein Ausdruck aus dem Mittelland kann in der Ostschweiz, im Wallis, in Vorarlberg oder in Liechtenstein anders klingen. Entscheidend bleibt, welche Spielhandlung die Runde damit bezeichnet. Ein gutes [Jassbegriffe-Lexikon](https://jasvel.org/de/regeln/punktewerte/) nennt deshalb die gebräuchliche Form und macht regionale Unterschiede sichtbar, statt eine einzelne Variante als allgemein verbindlich auszugeben.

*Die Trumpffarbe, wie man sie in der Hand hält: der Under (Puur) links schlägt den Nell, und beide schlagen das Ass. Sonst ordnet sich im Spiel nichts um — deshalb ist die Trumpfwahl die Entscheidung der Runde. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.*

## Wie helfen Jassbegriffe beim Verstehen der Karten?

Jassbegriffe ordnen Karten und Spielhandlungen. Ein Ausdruck kann zeigen, welche Farbe gilt, welche Karte stärker ist oder welcher Spielzug gerade ausgeführt wird. Wer die Wörter kennt, versteht eine Regel schneller und kann eine Entscheidung am Tisch genauer einordnen.

Die Kartenstärke hängt von der Spielart ab. Im Trumpf gilt folgende Reihenfolge, von der stärksten zur schwächsten Karte: Puur, Nell, Ass, König, Ober, Zehn, Acht, Sieben und Sechs. Der Puur ist dabei der Under der Trumpffarbe, der Nell ist die Neun der Trumpffarbe.

In einer Nebenfarbe und bei Obenabe gilt eine andere Rangfolge: Ass, König, Ober, Under, Zehn, Neun, Acht, Sieben und Sechs. Bei Undenufe ist die ganze Leiter umgekehrt: Sechs, Sieben, Acht, Neun, Zehn, Under, Ober, König und Ass. Diese Ordnung gilt für die Stiche. Weis wird dagegen immer in der natürlichen Ordnung von Sechs bis Ass bewertet, auch bei Undenufe.

Ein Kartenname allein genügt deshalb nicht. Der Under steht in einer Nebenfarbe unter dem Ober und über der Zehn. Im Trumpf wird derselbe Kartenrang zum Puur und steht über dem Nell. Bei Undenufe ist die Sechs die stärkste Karte, während das Ass am unteren Ende der Stichordnung steht. Das [Kartenwerte-Lexikon](https://jasvel.org/de/regeln/punktewerte/) stellt Spielart, Farbe und Rangfolge gemeinsam dar.

Auch die Farbe wird mit festen Ausdrücken angesagt. Beim Trumpf erhält eine gewählte Farbe besondere Stärke. In Obenabe und Undenufe gibt es keinen Trumpf; die jeweilige Spielart bestimmt die Rangfolge aller Farben. Ein Beispiel zeigt den Unterschied: Der Puur schlägt im Trumpf jede andere Karte. In Obenabe gibt es keinen Puur, und der Under steht dort unter dem Ober. In Undenufe kann die Sechs den Stich gegen das Ass derselben Farbe machen.

Viele Begriffe beschreiben nicht die Karte, sondern den Ablauf. Ein Spieler schiebt, wenn die betreffende Spielregel das Weitergeben der Entscheidung vorsieht. Eine Person macht den Stich, wenn ihre gültige Karte die stärkste im Stich ist. Wer Trumpf ansagt, legt damit die Farbe fest, deren Rangfolge im Trumpf gilt. Solche Ausdrücke ersetzen längere Erklärungen und halten den Spielfluss klar.

Die Fachsprache ist deshalb praktisch und nicht bloss traditionell. «Puur» verweist auf den stärksten Trumpf, «Nell» auf die Neun im Trumpf, und «Stich machen» bezeichnet ein konkretes Ergebnis. Wer einen Ausdruck nachschlägt, braucht den Zusammenhang mit Spielart, Farbe und Kartenrang. Genau diesen Zusammenhang sollte ein Lexikon liefern.

*Beide Kartensätze sind dieselben 36 Karten unter anderen Zeichen, und der Multiplikator hängt an der Position, nicht am Bild — mit französischen Karten ändert sich am Schreiben also nichts. Die Bildkarten heissen hier Under, Ober und König, dort Bube, Dame und König. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.*

## Wie funktionieren Weis, Stöck und die Wertung?

Weis und Stöck bilden eigene Wertungsblöcke. Weis wird auf dem ersten Stich angesagt und erst auf dem zweiten Stich mit den tatsächlichen Karten bestätigt. Stöck entsteht aus König und Ober der Trumpffarbe in einer Hand und wird unabhängig vom Vergleich der Weisen gutgeschrieben.

Bei Weis zählen Folgen in einer Farbe und Vierlinge. Die Punktwerte für Folgen lauten:

- Drei Karten in einer Farbe zählen 20.

- Vier Karten zählen 50.

- Fünf Karten zählen 100.

- Sechs Karten zählen 150.

- Sieben Karten zählen 200.

- Acht Karten zählen 250.

- Neun Karten zählen 300.

Bei den Vierlingen zählen vier Under 200 und vier Nell 150. Vier Asse, Könige, Ober oder Zehnen zählen 100. Vier Sechsen, Siebner oder Achter bringen bei einem Vierling keine Punkte. Eine Karte darf zugleich zu einer Folge und zu einem Vierling gehören.

Auf dem ersten Stich nennt jede Person beim Ausspielen ihrer Karte nur den Wert der besten eigenen Weis. Die Ansage lautet also etwa «zwanzig», «fünfzig» oder «hundert», nicht die vollständige Kartenkombination. Die Mannschaft, die am Ende die beste Weis hält, zeigt die tatsächlichen Karten auf dem zweiten Stich. Erst dann sind die Punkte sicher. Nur diese Mannschaft schreibt etwas, und sie schreibt die Weisen beider Partner zusammen. Die andere Mannschaft schreibt nichts, auch wenn sie selbst eine Weis angesagt hat.

Beim Vergleich entscheidet zuerst die Punktzahl. Bei gleicher Punktzahl zählt die Anzahl Karten, danach die höchste Karte der Meldung. Bleibt der Vergleich offen, zählt zuerst eine Meldung in der Trumpffarbe und danach die Sitzposition im Verhältnis zur Vorhand. Weis wird immer von Sechs bis Ass in natürlicher Reihenfolge bewertet. Das gilt auch bei Undenufe, obwohl die Stichordnung dort umgekehrt ist. Die [Weis-Regeln](https://jasvel.org/de/regeln/weis-anleitung/) führen diese Vergleichsfolge vollständig auf.

Stöck sind König und Ober der Trumpffarbe in derselben Hand. Die Kombination zählt 20. Die Ansage erfolgt beim Ausspielen der zweiten dieser beiden Karten, nicht beim Ausspielen der ersten. Deckt die nächste Person die zweite Karte bereits, bevor die Ansage erfolgt, sind die 20 Punkte verloren. Partner dürfen einander nicht an Stöck erinnern. In Obenabe und Undenufe gibt es keinen Stöck. Die [Stöck-Erklärung](https://jasvel.org/de/regeln/stoeck/) grenzt diesen Wertungsblock von Weis und Stichpunkten ab.

Die Reihenfolge der Abrechnung entscheidet, wenn eine Mannschaft mit einer Runde das Ziel überschreitet. Zuerst zählt Weis, danach Stöck und zuletzt zählen die Stiche. Eine Mannschaft, die bereits im früheren Abrechnungsblock über das Ziel kommt, gewinnt. Diese Reihenfolge kann deshalb für das Ergebnis entscheidend sein, selbst wenn beide Mannschaften in derselben Runde noch Kartenpunkte erzielen.

*Eine Jasstafel zählt in Reihen, nicht in Spalten: oben die Hunderter, in der Mitte die Fünfziger, unten die Zwanziger, jeweils von links nach rechts. Der fünfte Strich wird quer über die vier davor gezogen — beim Fünfziger sind es zwei Querstriche. Was sich mit Strichen nicht ausdrücken lässt, steht rechts unten als Zahl und darf negativ sein. Frei verwendbar mit einem Link auf diese Seite.*

## Welche Jassausdrücke leben auch ausserhalb des Spiels weiter?

Jassausdrücke leben ausserhalb des Spiels weiter, weil sie Entscheidungen, Reihenfolgen und gegenseitige Hilfe knapp beschreiben. Wer seit Jahren jasst, verwendet manche Wendungen auch im Alltag, ohne jedes Mal an die ursprüngliche Spielsituation zu denken. Das Bild aus dem Kartenspiel bleibt verständlich, weil der Ausdruck eine Handlung oder eine Haltung präzise verdichtet.

Die Sprache am Tisch enthält auch Regeln für Zurückhaltung. Beim Weis dürfen Partner einander keine Meldung verraten und nicht danach fragen. Nur die angekündigten Werte sind öffentlich. Beim Stöck darf die Partnerin oder der Partner ebenfalls nicht an die Ansage erinnern. Diese Vorgaben prägen einen Wortschatz, der neben Karten auch Verhalten, Timing und gegenseitige Rücksicht beschreibt.

Die kurze Form hat einen praktischen Nutzen. «Schieben» bezeichnet eine bestimmte Art, eine Entscheidung weiterzugeben. «Den Stich machen» bezeichnet nicht bloss das Ausspielen einer Karte, sondern den Gewinn des Stichs mit der stärksten gültigen Karte. «Trumpf ansagen» weist auf die Farbe hin, deren Kartenordnung für die Runde gilt. Aus solchen Ausdrücken entstehen im Alltag Bilder für Weitergabe, richtiges Timing und eine klare Entscheidung.

Auch die Wertung liefert Begriffe, die ausserhalb des Spiels verständlich bleiben. Eine Partie besteht aus einem Kartensatz mit 36 Karten. Jede der 4 Personen erhält 9 Karten, und eine Runde hat 9 Stiche. Der Kartensatz bringt 152 Kartenpunkte, dazu kommen 5 Punkte für den letzten Stich. Damit enthält eine Runde 157 Punkte. Wer alle 9 Stiche macht, erhält zusätzlich 100 Punkte; zusammen sind das 257 Punkte.

Für Übungspartien sind Ziele von 1000, 1500, 2500 und 3000 gebräuchlich. Die App von Vast Flow, LLP bietet davon 1000 und 2500 an. Die Zielwerte beschreiben den Rahmen einer Partie und sind keine einheitliche Vorgabe für jede regionale Jassrunde. Bei der Abrechnung bleibt die Reihenfolge gleich: Weis, Stöck, dann Stiche.

Regionale Unterschiede gehören zum Jasswortschatz. In der Deutschschweiz, in Vorarlberg und in Liechtenstein können dieselben Spielhandlungen unterschiedlich benannt werden. Auch zwischen dem Raum östlich und westlich der Brünig-Napf-Reuss-Linie unterscheiden sich die Kartensätze. Der französische Kartensatz verwendet Karo, Pik, Herz und Kreuz; der schweizerdeutsche Satz verwendet Schellen, Schilten, Rosen und Eicheln. Die Wertung bindet sich an die Farbposition, nicht an das Kartenbild.

Ein Glossar sollte solche Varianten nennen, ohne eine einzelne Form als einzig richtige festzulegen. Die Begriffe gehören zu einer Spielpraxis, die sich regional entwickelt und am Tisch weitergegeben wird. Wer den Ablauf einer Partie vertiefen will, findet die Wörter im Zusammenhang mit [Schieber](https://jasvel.org/de/regeln/schieber-jass-regeln/), [Kontrakten](https://jasvel.org/de/regeln/trumpf-obenabe-undenufe/) und der [Jassgrenze](https://jasvel.org/de/regeln/jassgrenze/). So bleibt ein Ausdruck nicht isoliert, sondern zeigt, an welcher Stelle der Partie er gebraucht wird.

Jass

Die Familie der Schweizer Stichkartenspiele mit 36 Karten und das Nationalkartenspiel der Schweiz. Der Schieber ist ihre meistgespielte Form.

Schieber

Jass zu viert in zwei festen Teams, benannt nach dem Recht der Vorderhand, die Trumpfwahl genau einmal zum Partner hinüberzuschieben.

Trumpf

Die Farbe, die für die Runde jede andere schlägt. Ihr Under zählt 20 und ihr Nell 14, weshalb die Trumpffarbe allein 62 der 152 Kartenpunkte trägt.

Obenabe

Eine Trumpfart ohne Trumpf, bei der die Karten ihre gewöhnliche Stärke behalten, das Ass zuoberst. Jeder Achter zählt 8 Punkte, das Spiel ergibt weiterhin 152.

Undenufe

Eine Trumpfart ohne Trumpf, von unten gespielt: die Sechs ist die stärkste Karte, das Ass die schwächste. Die Sechs zählt 11, das Ass nichts.

Weis

Eine Meldung im ersten Stich: drei oder mehr aufeinanderfolgende Karten einer Farbe oder ein Vierling. Nur die Partei mit dem einzelnen besten Weis schreibt, dafür den Weis beider Partner.

Stöck

König und Ober der Trumpffarbe in einer Hand, 20 Punkte wert. Sie werden der Partei gutgeschrieben, unabhängig vom Weis-Vergleich, und gibt es bei Obenabe und Undenufe nicht.

Puur

Der Under der Trumpffarbe — die höchste Karte des Spiels bei einem Trumpfvertrag, 20 Punkte wert. Man muss ihn nie spielen.

Nell

Der Neuner der Trumpffarbe, die zweithöchste Karte im Trumpfvertrag und 14 Punkte wert. Ausserhalb der Trumpffarbe zählt ein Neuner nichts.

Banner

Der Zehner, in jeder Trumpfart 10 Punkte wert. In der Reihenfolge steht er unter dem Under und über dem Neuner, was Umsteiger aus anderen Kartenspielen überrascht.

Ober

Die deutschschweizer Bildkarte, die der Dame des französischen Blattes entspricht, 3 Punkte wert.

Stich

Ein Umgang mit vier Karten, je eine pro Person. Wer ihn gewinnt, spielt den nächsten an; der neunte und letzte Stich gibt 5 Punkte extra.

Match Matsch

Alle neun Stiche für eine Partei, 100 Punkte zusätzlich zur Runde, insgesamt also 257.

Jasstafel

Die Schiefertafel, auf die mit Kreide geschrieben wird, in zwei Spalten geteilt. Hunderter kommen in die obere Reihe, Fünfziger in die mittlere, Zwanziger nach unten.

Schieben

Die Trumpfwahl über den Tisch zum Partner schieben, der dann wählen muss. Das geht einmal und wird nie zurückgeschoben.

Farbzwang

Der Zwang, die angespielte Farbe zu bedienen, wenn man sie hat. Beim Trumpfvertrag darf man stattdessen trumpfen, aber keine andere Farbe abwerfen.

Untertrumpfen

Einen Trumpf spielen, der tiefer ist als ein bereits liegender Trumpf. Das ist verboten, ausser man hat nur noch Trumpf — dann muss man.

Vorderhand

Die Person rechts vom Geber, die den Trumpf bestimmt und den ersten Stich anspielt. Gespielt wird im Gegenuhrzeigersinn — daher rechts und nicht links.

Coiffeur

Eine Schieber-Variante, bei der niemand wählt: Jede Partei spielt jede Trumpfart genau einmal, jede mit eigenem Faktor, und geschrieben werden nur die Zehner der Runde.

Differenzler

Ein Jass für vier Einzelspieler, bei dem jede Person vor der ersten Karte ihre eigenen Stichpunkte ansagt. Die Differenz zwischen Ansage und Ergebnis ist der Punktestand — wer am wenigsten hat, gewinnt.

Slalom

Eine Coiffeur-Trumpfart, die von Stich zu Stich zwischen Obenabe und Undenufe wechselt, beginnend mit dem, was der Name nennt.

Guschti

Eine Coiffeur-Trumpfart mit fünf Stichen in der einen und vier in der anderen Richtung — fünf Obenabe, dann vier Undenufe, oder umgekehrt. Auch Mary oder Gusti genannt.

Bock

Die freie Wahl der Trumpfart beim Coiffeur, meist als Joker-Spalte gedruckt und mit dem höchsten Faktor der Tabelle.

Jassgrenze

Die Brünig-Napf-Reuss-Linie: östlich davon wird mit deutschschweizer Karten gejasst, westlich davon mit französischen.

Schellen

Die Schellen: die deutschschweizer Farbe, die im französischen Blatt den Ecken entspricht.

Schilten

Die Schilten: die deutschschweizer Farbe, die den Schaufeln entspricht.

Rosen

Die Rosen: die deutschschweizer Farbe, die dem Herz entspricht.

Eicheln

Die Eicheln: die deutschschweizer Farbe, die dem Kreuz entspricht.

Handjass

Jass zu zweit, aus der Hand gegeben mit einem Talon, mit der Trumpfreihenfolge und dem Weis des Viererspiels.

Bergpreis

Ein Nebenpreis an manchen Turnieren für die Partei, die beim Überschreiten der halben Zielpunktzahl führt.

Kurz gesagt

Jassbegriffe benennen Karten, Spielzüge und Wertungsblöcke. Die Bezeichnungen unterscheiden sich regional, doch Kartenwerte, Weis und Stöck folgen klaren Regeln. Beim französischen Kartensatz bleibt die Wertung unverändert.

## Fragen

### Welche Karten gelten im Trumpf als Puur und Nell?

Der Puur ist der Under der Trumpffarbe. Der Nell ist die Neun der Trumpffarbe. Der Puur steht im Trumpf über dem Nell, danach folgen Ass, König, Ober, Zehn, Acht, Sieben und Sechs.

### Wie unterscheiden sich Obenabe und Undenufe bei den Kartenwerten?

Bei Obenabe gilt die Reihenfolge Ass, König, Ober, Under, Zehn, Neun, Acht, Sieben und Sechs. Bei Undenufe läuft die Stichordnung umgekehrt von Sechs bis Ass. Für Weis bleibt die natürliche Reihenfolge von Sechs bis Ass auch bei Undenufe bestehen.

### Wer erhält die Punkte für Weis?

Nur die Mannschaft mit der einzelnen besten Weis schreibt Punkte. Sie zählt die Weisen beider Partner zusammen. Eine angesagte Weis der anderen Mannschaft bringt keine Punkte, auch wenn die Karten tatsächlich vorhanden sind.

### Wann werden die Karten einer Weis gezeigt?

Die tatsächlichen Karten werden auf dem zweiten Stich gezeigt. Auf dem ersten Stich nennen die Spielerinnen und Spieler beim Ausspielen nur den Wert ihrer besten Weis. Erst nach dem Zeigen steht fest, welche Weis gewertet wird.

### Gibt es Stöck bei Obenabe oder Undenufe?

Nein. Stöck gibt es nur mit König und Ober der Trumpffarbe in einer Hand. Die Kombination zählt 20 und wird beim Ausspielen der zweiten Karte angesagt.

### Welche Kartenfarben gehören zum französischen Kartensatz?

Der französische Kartensatz verwendet Karo, Pik, Herz und Kreuz. Diese Farben entsprechen genau Schellen, Schilten, Rosen und Eicheln. Der Wechsel des Kartensatzes verändert die Wertung nicht, weil der Multiplikator an die Farbposition gebunden ist.

## Quellen

1. [Jassen — das Schweizer Nationalkartenspiel](https://jasswiki.ch/jassen/) — JassWiki
2. [Schieber-Jass: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung](https://jassverzeichnis.ch/schieber) — Schweizer Jassverzeichnis

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## Weiterlesen

- [Nutzungsbedingungen](https://jasvel.org/de/nutzungsbedingungen/) Diese Nutzungsbedingungen erklären, welche jasvel-Inhalte du weiterverwenden darfst und wie du Regeln, Figuren und Punktetafeln einordnest.

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